14. Februar -Kommerz, Kommerz.

Dass der 14. Februar als „Tag der Liebenden“ bekannt ist, wird jedem soweit bewusst sein.

Warum aber heißt er so?

Warum schenken sich Paare an diesem Tag etwas?

Was sind die typischsten Geschenke?

 Wie lange gibt es diesen Brauch schon?

Der Tag wurde nicht nach nur einem , sondern gleich nach mehreren Männern benannt, allesamt mit dem Namen Valentinus/Valentin.

Sie alle waren Märtyrer, was bedeutet, dass sie für ihren Glauben den Tod in Kauf nahmen.

Die bekanntesten unter ihnen waren Valentin von Viterbo und Valentin von Terni.

Sie wurden enthauptet.

Ein Papst, Gelasius der erste, erschuf 469 (!) einen Gedenktag, den VALENTINSTAG.

Dieser wurde allerdings nicht überall anerkannt, zum Beispiel im 19. Jh aus dem römischen Generalkalender gestrichen.

Vermehrt findet man allerdings auch heute noch an diesem Gedenktag Ehepaare, die in Kirchen gesegnet werden.

Doch woher kommt das Schenken?

Im 15. Jh wurden in England mithilfe von Losen Paare gebildet, die sich dann tewas schenken mussten. Meistens kannten sich diese Menschen nicht, ab und an entstanden wohl echte Liebesgeschichten. Der Valentinstag hieß früher deshalb auch „Lostag“.

Richtig populär machten den Valentinstag allerdings erst die Süßwaren -und Blumenindustrie, welche mittels Werbung den Hype erschufen, sich etwas aus diesem Repertoire zu schenken.

 Wie interessant es wäre, Singles heutzutage auf einen öffentlichen Platz zu stellen, Partner auszulosen und ein kleines „Wichteln“ zu veranstalten. Ich wäre dafür! Wer weiß, wen man so kennenlernt.

Natürlich verstehe ich den romantischen Grundgedanken dahinter. Ich finde auch wirklich schön, dass  Paare sich an diesem besonderen Tag Aufmerksamkeit schenken.

Allerdings würde ich es bevorzugen, jeden Tag etwas für meine Beziehung zu tun und auch täglich von meinem Partner das Gefühl zu bekommen, geachtet und geliebt zu werden.

Wer also daran erinnert werden muss: hier ist er, euer „Tag der Liebe“.  Liebt euch, schenkt euch gemeinsame Erinnerungen, Zuneigung und ein gemeinsames Leben.

Blumen sind hübsch. Unverhofft ein Sträußchen zu erhalten, statt zu erwarten, sie an dem- dafür vorgesehenen Tag X- auf dem Tisch stehen zu haben, erfrischt  die  Beziehung in meinen Augen deutlich mehr.

Viele Frauen erhoffen sich einfach zu viel von diesem bedeutungsschwangeren Datum.

Frühstück ans Bett, unendlich viele Liebesbekundungen, kleine Geschenke und das Gefühl, eine Prinzessin zu sein. Warum nicht aber dafür arbeiten? Verdient es euch. Immer wieder. Jeden Tag aufs Neue. Schenkt euch das Wertvollste, das diese Welt zu bieten hat: Zeit.

Das soll nicht verbittert klingen, ich bin selbst ein Romantik-Fan, allerdings bin ich auch realistisch.

Ich bin auch kein Fan von dem Druck, den Medien und vorgegebene Ideale auslösen, damit doch noch ein paar mehr Blümchen und Pralinchen, Schmuck und Karten gekauft werden.

Vielleicht sollten wir diesen Druck rausnehmen. Nicht nach dem schönsten, teuersten suchen. Einfach wieder mehr zu uns selbst finden.

Möglicherweise sehe ich das nächstes Jahr alles anders. Vielleicht bin ich nächstes Jahr so hoffnungslos verliebt, dass mein Text vor Gefühlen nur so tropft.

Mein Rat an alle Singles: Entspannt euch. Macht euch einen schönen Tag. Seid glücklich mit euch selbst, denn nur wer sich selbst lieben kann, schafft es auch, einen anderen Menschen daran teilhaben zu lassen.

Für ein bisschen mehr Selbstliebe empfehle ich euch ein hübsches Buch.

 „Der Elefant, der das Glück vergaß

Bildergebnis für der elefant, der das glück vergaß

Buddhismus und alle dazugehörigen Ansichten helfen uns sehr, im Gleichgewicht zu bleiben.

Für mich ist 2017 das Jahr, das ich mir selbst widme. Mir und allem, was mir gut tut.

Vielleicht habt ihr ja Ähnliches vor. Vielleicht bringt euch mein Ansatz zum Nachdenken.

Ich wünsche allen Paaren einen glücklichen Tag, aber auch jedem Menschen, der seinen Lebensweg aktuell „allein“ beschreitet. Much Love to you!

Laura