Laura auf Leinwand

PROLOG:  

21. Februar 2017.       Ich sitze am Laptop und bereite einen Beitrag
vor. Das Geräusch einer frisch eingetroffenen Facebook-Nachricht auf meinem Handy reißt mich aus meiner Konzentration.

Hey, darf ich dich zeichnen?  Ich muss deine  tolle Ausstrahlung einfach in meiner Kunst haben!

Wow. Da kommt Titanic-Feeling auf. Ich fühle mich geschmeichelt und erlaube es natürlich. Mich hat noch nie jemand gemalt. Werde ich mir gefallen? Wird das Bild irgendwann meine Wände zieren? Welche Farbe wird er wohl auswählen?

Er sucht die Vorlage aus. Er entscheidet sich für ein Thema. Er zeichnet mich in seinem Stil.

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Und dieses Bild wurde es schlussendlich.

Am  28. März 2016 veröffentlichte ich es bei Instagram.

Warum er sich für ein älteres Bild entschieden hat, hab ich gar nicht gefragt. Ich kann mich nur noch schwer damit identifizieren, aber es war eine spannende Phase meines Lebens.

Gestern erhielt ich das fertige Werk.

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Laura Vogue von David Palm

Hello, Laura in Übergröße! Ich muss es ständig ansehen und werde mein Wohnzimmer damit schmücken. Es ist sicher etwas speziell, sein eigenes Gesicht in die Wohnung zu hängen, aber diese mühevolle Kleinstarbeit muss gesehen werden.

Und vom Künstler muss man gehört haben!

Als es gestern klingelte, stand ich in Sportsachen an der Tür. Ich kam gerade von meinem täglichen Lauf und plante im Anschluss einen Besuch im Fitnessstudio.

Mein Gegenüber grinste freundlich und hatte ein riesiges Paket in den Händen – mein Bild. Ich ließ ihn mit seiner wertvollen Last eintreten.

So stand DAVID vor mir. Wir plauderten ganz locker über ihn und seine Kunst.

Er ist wahnsinnig entspannt und wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein Mensch, der so feine Dinge malen kann. Die trainierten Arme, der lockere Kleidungstil und die Tattoos sprechen eine andere Sprache. Da sind wir wieder bei Vorurteilen, die über den Haufen geworfen werden können.

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Der Künstler selbst

Er begann vor 5 Jahren mit dem Zeichnen auf Leinwand.

VORHER HAT ER SCHUHE BEMALT!

Ich war total begeistert, als ich davon hörte. Portraits auf Schuhen? Wahnsinn.

Erst zeichnete er Landschaften, dann beschäftigte er sich mit Portraits und hielt zuerst seine damalige Freundin mit Pinsel und Farbe fest.

Seine erste Ausstellung hatte er bereits vor drei Jahren (Damals noch mit seinen Landschaftsbildern).

Als ich ihn frage, wo er gern seine neuen Bilder präsentieren würde, antwortet er sofort: Bei „Abstrakte Momente“, einer Ausstellung in Dresden

Dieses Mal natürlich mit seinen Portraits.

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„WIE MALST DU DEINE PORTRAITS?“

Zuerst zeichne ich den Hintergrund, je nach Stimmung und passend zum Modell. Abstrakte Gestaltung ist mir wichtig. Danach kommen die Umrisse der,- oder desjenigen darauf. Später folgt die Feinarbeit, Tiefen, Höhen, Licht, Schatten. Und so entsteht ein stimmiges Gesamtbild.

„WAS MALST DU AM LIEBSTEN UND WAS AM WENIGSTEN GERN?“

„Am liebsten Augen.  Die haben den größten Wiedererkennungswert. Schon ein winziger Ausschnitt der Augen reicht – man erkennt sofort, zu wem sie gehören.

Am wenigsten gern zeichne ich Nasen. Nasen bestehen auf Bildern zum größten Teil aus Schatten und Licht, das ist recht schwierig.“

Bisher zeichnete David circa 15 Portraits.

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FACTS ABOUT DAVID

Geboren und aufgewachsen ist der 23-jährige  Künstler in Dresden. Das Stadtleben gefällt ihm, denn er mag den Trubel, die Abwechslung.  Seine Kindheit verlief als jüngstes, von 3 Kindern, sehr harmonisch – mit schönen Ostsee-Urlauben und Familien-Katze. In der elterlichen Wohnung hängen nun natürlich auch seine Werke.

Seine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker dauerte 3 1/2 Jahre, welche ihn zum Beruf der Schweißtechnik führte. Lieber wäre er natürlich Künstler geworden, aber da seine Firma Sonderaufträge annimmt, kann er dort kreativ auch ein bisschen arbeiten.

Er macht viel Sport, kocht selbst, ernährt sich gesund, am liebsten Hühnchen-lastig und ist aktuell single. (Also Girls, das kann man doch ändern, oder?)

Seine Haut ist mit Tattoos geschmückt und ich frage ihn nach der Bedeutung.

Er zeigt mir seinen Arm, auf dem eine Feder und  das Wort „Freedom“ prangen  und auf der Schulter (die übrigens knallrot und sonnenverbrannt ist, was aber zum Motiv passt) wurde ein Ami-Car mit Palmen verewigt. Die USA zu besuchen ist ein großer Traum von ihm. Ganz klar: er sucht die Freiheit. Auf der Wade grinst ein Joker den Betrachter an. „What doesn’t kill you makes you stronger“ steht daneben.

Seine Liebe zur Freiheit spielt sich in der Wahl seiner Kleidung wieder. Locker, luftig, entspannt.

Sein Lebenswunsch: von der Kunst leben zu können. (Helfen können wir schon mit Mund-zu-Mund-Propaganda und natürlich Bestellungen, Likes und medialer Präsenz auf seiner Seite)

David ist ein ruhiger, entspannter Typ, der eigenständig, recht selbstbewusst und zielstrebig rüberkommt. Er kann sich gut anpassen, wenn er unter Menschen ist, allerdings gleicht er das wohl mit seinen Bildern aus. Dort ist er derjenige, der den Ton angibt. Er lässt entstehen.

Wenn er Künstler zeichnet, hört er deren Musik. Das finde ich irgendwie total cool. Sonst, erzählt er mir, ist querbeet alles vertreten. Am liebsten aber etwas Ruhiges.

Seine Vorbilder sind Alec Monopoly (amerik. Künstler), weil sein Pop-Art-Stil ihn inspiriert. Besonders seine Version der Marilyn Monroe. Außerdem Phillip Plein, weil sein Werdegang und Ehrgeiz ihn beeindruckt und Travis Pastrana, der Action-Sportler, weil dieser an seine Grenzen geht.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich Davids Lust auf die Kunst wirklich beeindruckend finde. Und ich glaube, er hat die Chance verdient, weiter daran arbeiten zu können. Junge Aufstrebende soll man nicht aufhalten, man sollte ihnen den Weg frei machen. 🙂

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Alle Bildrechte bei David Palm
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bye , Laura ♥