Perfekt Unperfekt

ODER: WIE FRAUEN SICH VERBIEGEN, UM DEM IDEAL ZU ENTSPRECHEN

Es gibt Frauen, die täglich BH und Höschen aufeinander abstimmen. Farblich. Stofflich. Sogar der aufgenähte Spitzenbesatz ist oben wie unten kompatibel.

Kaufen die alles im Set? Und wie schaffen sie es, alles immer gleichzeitig frisch gewaschen im Schrank liegen zu haben?

Ich schaffe es manchmal nicht einmal, zwei gleiche Socken anzuziehen. Und trotzdem lebe ich noch.

Eine moderne Frau darf Fehler haben. Stärken. Hobbies. Das ist sexy!

Die moderne Frau trägt gern Männerkleidung. Warum? Die ist zwanglos. Man fühlt sich frei. Der Körper spielt keine Rolle, denn er wird nicht betont, überflüssige oder fehlende Pfunde geraten beim Tragen in Vergessenheit. Irgendwie sieht das auch einfach immer gut aus.

Die moderne Frau trägt gern Dutt. Klar, „Undone“ kann 30 Minuten dauern, aber es soll aussehen, wie schnell gemacht.

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Ist das nicht auch ein bisschen Selbstverarsche?

Wir schminken uns „ungeschminkt“ und natürlich. Das dauert nochmal 30 Minuten. Minimum.

Sind wir alle nur noch gefaked?

Nein.

Es gibt Frauen, die beneidenswert selbstbewusst sind. Die sich kompromisslos akzeptieren. Die so viel taffer und stärker sind als ich und ganz viel Schwachsinn einfach nicht brauchen, weil sie das nicht nötig haben- wir wir alle.  Aber viele glauben nun mal , unzulänglich  zu sein.

Können wir zurück zum Original?

Dürfen wir unperfekt sein?

Und ist nicht dieser Moment -früh, ungeschminkt, mit XXL-Hemd bekleidet und singend in der Küche- viel perfekter als der, in dem wir unser letztes Selfie gemacht haben?

Können wir uns wirklich ohne Maske und schönen Schein zeigen?

Ich sage JA und bin deshalb heute #obenohne !

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DAS AUFSTEHEN

Jaja, eine Unzahl von  Mythen und Geschichten ranken sich um dieses Thema.

Frauen geben sich größte Mühe, weiterhin nicht zu viel Licht ins Dunkel zu bringen.

Tja, tut mir leid. Ich erzähl es jetzt einfach.

Ich sehe morgens nicht super aus. Ganz im Gegenteil. Ich habe winzige Äuglein, die vom Schlaf noch geschwollen sind und sehe so gut wie nichts. Meistens stehen meine Haare voluminös in alle Richtungen und oft ziert auch das Knopfmuster des Kissens recht eindrucksvoll meine Stirn oder Wange.

Ohne Mann, wie in meinem Fall, ist das kein Problem. Mein Hund liebt mich mit und ohne Gesicht.

Und ich kann nach fünf Minuten im Bad auch schon wieder lächeln. Aaaaaber…

Zeitsprung.

Ich bin 16. Mein erster Freund darf bei mir übernachten. Ich freue mich, sehe mich aber vor ein riesiges Problem gestellt: er hat mich nie ungeschminkt gesehen. Und irgendwie hält er den Lidstrich auch für angewachsen. Er hat mal jemandem erzählt, dass ich auch ohne Make-up aussehen würde, wie immer. Nun heißt es, den Eindruck zu verhärten.  Mein Plan steht.

ABEND. Ich gehe ins Bad, „mich bettfertig machen“. Ich schminke mich ab, schließe sorgfältig die Tür zu und lege erneut Make -up auf. Nur dezenter. Aber kein Pickel, keine Pore darf zu sehen sein. Die Wimpern pechschwarz und geschwungen durch Mascara- ja, die sind halt so. Das schluckt er schon. Ich verlasse das Zimmer und trete ihm in meinen Schlafsachen entgegen. Der Plan geht auf.

MORGENS. Es ist halb 7. Er kann ausschlafen, -ich könnte auch. Ich muss aber ins Bad. Alles, was nun das Kissen orange verfärbt hat, muss zurück auf mein Gesicht. Ich kämme und glätte meine Haare, schhminke hier und da ein bisschen nach und lege mich mucksmäuschenstill -wie eine Mumie- ins Bett. Ich lächle seelig und weiß: wenn er aufwacht, sehe ich perfekt aus und er verliebt sich noch mehr.

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Das habe ich tatsächlich fast drei Jahre lang durchgezogen. Er sah mich niemals ungeschminkt. Wird er auch jetzt nicht, denn er liest meinen Blog nicht, weil er in Australien herumturnt. 😀 Wäre mir nun allerdings ziemlich Wumpe.

Aber ist das nicht behämmert?  Was für einen ständigen Stress ich mir da gemacht habe. Und ich weiß von Frauen, die das noch immer tun. Gar nicht mal so wenige.

Und warum? Weil uns Disney-Filme seit frühester Kindheit suggerieren, eine Prinzessin würde morgens mit perfekter Frisur und geschminkten Lippen aufwachen, auf denen ein immer gleiches Strahlelächeln festgetackert ist, umringt von Vögelchen, singend und dem Tag entgegentanzend.

Unterbewusst möchte man genau das erfüllen.  Denn fast jedes Mädchen wollte später mal Prinzessin werden. Jetzt ist später mal.

Dass Frauen aber teilweise ein Doppelbett komplett vereinnahmen können, im Schlaf um sich schlagen und vielleicht sogar ein bisschen schnarchen, träumend  sabbern oder Decken und Platz klauen, wird gern mal verschwiegen. Und auch die gewünschte Gute-Laune-Prinzessin zu frühen Stunden sucht man in mancher Frau vergeblich.  Ohne Kaffee sowieso nicht.

Ich bin leider ein ganz schlechtes Beispiel bei diesem Thema.

Ich bin eine Mumie. Eine Schlafmumie. Ich benötige super wenig Platz und schlummere leise und friedlich vor mich hin. Ich bewege mich auch nicht. Allerdings wache ich bei jedem Geräusch auf. Jackpot. Der Hund atmet? Ich bin wach. Der Hund dreht sich? Ich bin wach. Handy vibriert? Ich bin wach. Dafür sehe ich früh eben auch so richtig schön fertig aus. Bin aber – zugegeben- abartig gut gelaunt. Bei mir hat Disney offenbar bleibende Schäden hinterlassen.

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Aber auch mir öffnen keine Vögelchen die Vorhänge und sie bringen auch keine Kleider ans Fenster. Von diesen Märchen sollten wir uns möglicherweise verabschieden. 😀

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TRAUMVORSTELLUNG FRAU AM HERD

Ich habe festgestellt, dass viele Männer ein bisschen hängen geblieben sind.

(Wie gern würde ich diesen Satz jetzt einfach so stehen lassen. Aber garstig sind wir ja nicht. Oder? Ich lass einfach ein bisschen Platz für die Erklärung, dann wirkt das ganz für sich allein.:D)

Generation Omi  und Opi ist das Stichwort.  Wie gern hätten Männer eine Frau, die -wie Omi früher und auch heute für den lieben Enkel- am Herd steht und sich sogar noch schick gemacht hat. Unter der Schütze trug man ja gern ein Kleidchen.

Getoppt wird dieses Szenario natürlich, wenn die Mahlzeit das  Frühstück – und das Kleidchen zu Dessous wird. Natürlich ans Bett geliefert. Träumen darf man ja.

Dieses Bild bekam den Arbeitstitel „Svetlana kocht braunes Ei mit Schale„.

Wer sich morgens eine solche Svetlana wünscht, muss dann eben auch ein solches Frühstück mögen.

Die Realität sieht anders aus und die Rollenverteilung darf – meiner Meinung nach- gern auch mal vermischt werden.  Frau möchte auch mal Frühstück ans Bett gebracht bekommen. Und dafür müsst ihr Männer nicht einmal in Dessous schlüpfen.

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Ich koche wahnsinnig gern.  Ich bereite auch gern Frühstück zu.  Jede Mahlzeit eigentlich. Ich koche auch gern für andere. Nur eben in Papas ausrangierten Hemden, mit Dutt und ohne das große Bedürfnis, dabei gut auszusehen. Beim Kochen muss man dabei bleiben (Zitat Omi), wenn´s schmecken soll. Kann man nicht, wenn man sich aller zwei Minuten eine andere Pose überlegen muss. Stay real.  Dann kann man das Zubereitete am Ende auch essen.

WENN ESSEN UMSTÄNDLICH WIRD

Wer kennt sie nicht: die Frage, welche Speise es beim Date sein darf.

Frau will bleibenden Eindruck hinterlassen, aber nicht in Form eines Essens-Desasters.

Döner zählt ganz klar zu den super-schwierigen Hürden. Alles fällt raus, oft hat er ein Loch und wenn der andere keinen Döner isst, kann er dir seelenruhig beim Kampf mit dem türkischen Fastfood zusehen und wird hinterher deines Atem wegens ins Koma fallen.

Vorsicht ist auch bei Nudeln geboten. Beliebt, wie fast kein anderes Gericht, werden sie auch bei Dates häufig bestellt- aber habt ihr schon mal Spaghetti gegessen, ohne dass euch mindestens eine Nudel aus dem Mund fiel, ihr schlürfend über eurem Teller gehangen- oder sogar den Gegenübersitzenden mit Soße bespritzt habt? Gar nicht so einfach. Mittelschwer und deshalb nur mit Konzentration und vorhandenen Tischmanieren zu empfehlen.

Salat als ultimative Lösung? Nicht ganz. Schwierigkeitsstufe ebenfalls im mittleren Bereich. Auch hier besteht erhöhte Gefahr, dass Kleinteile von der Gabel -und schlimmstenfalls aus dem Mund- fallen. Außerdem benötigt man wirklich ziemlich viel Zeit, denn Salat sollte man gründlich kauen, um keine Bauchschmerzen zu bekommen.

Tja, alles nicht so einfach. Zu viel Sahne bläht auf und fördert Unwohlsein in der Magengegend;  Wenn er auch noch ein Ernährungsfreak ist, empfiehlt sich ohnehin nichts fettiges; meistens will Frau auch nicht zu schwer essen. Es ist schwierig.  Ich empfehle Suppe und Sushi.  Und Tappas.

Suppe lässt sich extrem entspannt essen, wenn man nicht sehr nervös ist, Sushi allerdings ist mein Favorit. Kleine, mundgerechte Häppchen und -wer die Stäbchengeschichte nicht beherrscht- Finger sind erlaubt. Tappas sind sowieso großartig und für jeden Anlass passend. Man kommt in die Verlegenheit, zu teilen. Ich schweife ab. Irgendwann schreib ich mal ne kleine Dating-Kolumne.

Es ist schade, dass Frau sich so viele Gedanken machen muss. Sie muss natürlich nichts, aber ich weiß, dass viele Damen meine Ansicht teilen. Man möchte auch beim Essen das perfekte Prinzesschen sein. Prinzessinnen kleckern nicht.

Ich bin ja großer Obst-Enthusiast. (Heute läuft´s aber auch. Ein Terminus nach dem anderen)

Aber auch hier stellen sich Fallen im Alltag.

Iss‘ als Frau mal eine Banane…

Wie hieß es mal so schön in einem Bericht, den ich mir vor ewigen Zeiten zu Gemüte führte?

„Beim Essen einer Banane in der Öffentlichkeit gilt nur eine Regel: Blickkontakt unbedingt vermeiden!“

DU KANNST AUCH BEI MIR MAL PUTZEN KOMMEN!

HahahahahahahaNein.

Was musste ich mir diesen Spruch schon anhören. Ob als Dienstmädchen zu Fasching oder mit aufgezogenem Haarband, verknoteter Bluse oder eben wirklich beim Putzen.

Männer, putzen ist eher unsexy. Und was da aus euch spricht ist eine sehr ursprüngliche Wahrnehmung der Frau als Höhlenbewacherin, Nachkommenbeschafferin, Essenszubereiterin, Sammlerin und eben auch als diejenige, die alles schön sauber hält. Dieses Pascha-Verhalten, das viele Männer beim Anblick eines weiblichen Wesens mit Besen in der Hand plötzlich an den Tag legen. Waaahnsinn.

Auch hier schiebe ich die Schuld auf den Fernseher. Abgesehen von Disney und einer gewissen Vorlebung durch fortgeschrittene Generationen, gibt es noch immer Werbung, die vermittelt, wie unglaublich spaßig waschen/schrubben/spülen/entstauben  mit ihrem Produkt plötzlich wird.

Die Frauen in den bunten Reklame-Videos sind immer soo  glücklich, strahlen mit dem frisch geputzten, glänzenden Raum um die Wette und sehen alle aus, als würden sie das den ganzen Tag tun wollen.  Mit perfekter Frisur, versteht sich.

Deshalb hier, bitteschön, meine Interpretation dieser Falschaussage:

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Es fehlt nur noch das große Promotionsbanner einer bekannten Raumpflege-Firma.

Ich finde, ich habe ein Staubsauger-Gesicht. Das kauft man mir doch total ab, oder?

Nein, das ist natürlich Spaß. Gestellter könnten Bilder kaum sein.

Ich z.B. putze auch echt nicht gern.

Ich verbringe meine Zeit lieber mit lieben Menschen, meinem Hund und der Natur, der Arbeit oder meinem Blog,- eigentlich mach ich alles lieber, als das. Und ich glaube fast, dass es nicht nur mir so geht.

Ich lese auch wahnsinnig gern. Im Bikini, in der Sonne oder drinnen mit Schlumper-Klamotten.

Hauptsache bequem. Und dafür braucht man eine Art Fantasie, mit der ich wirklich etwas anfangen kann. 🙂

 NIGHT OUT – ICH MACH MICH NOCH „KURZ“ FRISCH

Wenn ich wirklich einen denkwürdigen Party-Abend plane, gehört für mich ein aufwendiges Styling unbedingt dazu. Das muss man am Ende schon ein bisschen sehen.

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Duschen, Rasieren (und zwar mit Präzision! Kein Haar am Bein darf diesen Abend ruinieren), Haare waschen, Zähne putzen, Gesicht peelen und pflegen, Haare fönen, Schmuckwahl und schließlich Frisur und Make-up werden nur noch vom Outfit komplettiert- und das ist nicht immer so easy, wie es scheint. Das ist eigentlich nie einfach.

Jeden Morgen entscheide ich mich aufs Neue fünf mal um, was ich nun anziehe.

Man hat alles, aber irgendwie auch nichts im Schrank.

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Da wird vor jeder Party erstmal die beste Freundin kontaktiert und mit „HILFE!“ in Alarmbereitschaft gerufen. Nun muss sie ihre Outfit-Varianten offenbaren und die verzweifelte nackte Freundin vor dem Spiegelschrank davon abhalten, den Abend abzusagen und besagten Schrank kurz und klein zu schlagen. Solche Dramen spielen sich da ab. Kriegt keiner mit. Muss auch nicht 😀

In Quetsch-Mich-Zurecht-Unterwäsche und mit ein paar Schlückchen flüssigem Mut intus sitzt man nun da und räumt seine Party-Tasche ein. Ich hab immer eine Clutch oder Mini-Bag mit. Darin befindet sich dann allerlei Brauchbares.

Ich gehe nie ohne Deo, Parfum, Lippenstift, ein paar Haarklammern, Zigaretten, Feuerzeugen, sämtlichen wichtigen Karten, Handy, Schlüssel und Geld weg. Wie machen das die Männer? Schwitzen die nicht? Tanzen die nicht? Oder nur dann, wenn ich gucke? Machen die gezielte Pausen zum akklimatisieren? Stinken die vielleicht einfach irgendwann und ich rieche es nicht, weil ich aller paar Minuten selbst zum Parfum greife und mir damit die Nasenschleimhäute verätze?

Und wieso können die spontan sein und ich nicht?

Die Lösung dafür kenne ich selbst.

Ich brauche eeeewig.

Ist ja aber auch immer viel zu tun. Frau ist vor großen Abendveranstaltungen irgendwie eine riesige Baustelle.

Machste dir einen riesigen Stress mit. Und dann sieht´s keiner. Zumindest sagt niemand was.

Wobei ich an dieser Stelle meine beste Freundin und Frauen im Allgemeinen lobend erwähnen möchte- wir machen immer eine Bemerkung zu unserem Äußeren.

Jetzt könnte ich noch erklären, was welche Bemerkung bedeutet. Frau-Deutsch, Deutsch-Frau.

Aber das hebe ich mir für einen anderen Post auf, wenn ihr denn Lust drauf habt. Wäre mir sogar ein Video wert.  Kommentare oder Nachricht an mich bitte 🙂

 LÄUFT SICH GAR NICHT MAL SO GEIL – NEHM ICH.

Lange Beine, fester Po, hohe Schuhe- sowieso.

Was quälen wir uns so manches Mal in Schuhen, die zu klein, eng oder hoch sind, nur, um gut auszusehen. Das  „Ich könnte noch Stunden weiter tanzen, fühlt sich an, als hätte ich Wolken unter den Füßen“-Gesicht haben wir drauf, keiner merkt´s und zu Hause dann der blutige Akt, die brennenden Stumpen, welche ehemals deine Füße waren, aus den Heels zu bekommen.

Und wofür? Für ein weiblicheres Gefühl. Würden Männer so etwas tun?  Wahrscheinlich eher nicht. Die denken praktischer, wir sind detailverliebt. Wenn wir uns zurückerinnern, dann auch an die Schuhe. Und die sahen dann gut aus. Punkt.

Schuhkauf und Frauen- wieder eine Rubrik für sich. Auf jeden Fall sehr erheiternd. Ich lache nicht selten über mich selbst.

Ich lebe glücklich inmitten eines riesigen Schuhrudels. Alle verstehen sich prima.

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KANNSTE KEINEM ERZÄHLEN

Wissen Männer, was Frauen sich für eine Arbeit damit machen, gewisse Dinge einfach unter den Teppich zu kehren? Und wir sind gewiefte kleine Biester.

Gerade haben wir noch mit euch über die neue Werbung für den Klebe-BH mit xxl-Push-Effekt gelacht. Wer macht denn sowas, haha, bla bla.

Unter dem Tisch haben wir diesen natürlich schon bestellt. Und der besten Freundin einen Screenshot gesendet.

Und 50 Shades of Grey haben wir auch alle gelesen, es gibt nur keine zu.

Heimlich schauen wir gern „4 Hochzeiten, 1 Traumreise“ oder „Zwischen Tüll und Tränen“, um still vor uns hin zu leiden, wenn sich ein Pärchen das „Ja“-Wort gibt.

Frauen analysieren alles. Jeden. Und immer.

Sie können Menschen in alle Einzelteile auseinander nehmen und eine ziemlich treffende Psycho-Analyse erstellen. Und das nebenbei. Bei Weinchen und Salat mit den Mädels.

Er will ihr beim dritten Treffen vorsichtig vermitteln, dass seine letzte Beziehung erst 3 Wochen her ist? Weiß sie längst. Sie kennt sogar die Bilder der Geburtstagsfeier des Hundes seiner Tante.

Und sie weiß auch, dass er mit 9 im Triangel-Verein auf der Ersatzbank saß.

Spy-Level 3000.

Sie weiß auch, wenn er an ihrem Handy war oder irgendwo nachgeschaut hat.

Sie deutet SMS.

Das ist ein riesiges Thema bei uns Girls. Interpretation wird als Wort dem, was wir da betreiben, gar nicht gerecht. Wir zerlegen  jedes Wort.

Wir wissen auch, was er meint, noch bevor er es weiß 😀

Wir kaufen uns immer wieder unbequeme Kleidung. Wir wissen auch, dass sie uns nach kurzer Zeit das Leben  zur Hölle machen kann, wenn wir sie tragen. Aber genau das tun wir. Und nicht die 10000ste Blase oder das 7000000ste Zuppeln und Ziehen wird uns davon abhalten.

Wir können mittels Körpersprache ganz viel lenken. Er muss nur reagieren.

Bewusst und unbewusst arbeiten wir wortwörtlich mit Händen und Füßen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Wir frösteln schon mal absichtlich auffällig, damit wir seine Jacke angeboten bekommen. Mehr verrate ich an dieser Stelle aber nicht. Wir sind und bleiben ein Mysterium.

Fakt ist: wir geben uns mit allem immer viel Mühe. Wir sind eben doch Prinzessinnen.

Zumindest im Herzen.

Nun gilt das selbstverständlich nicht für jede Frau und der Text ist -das habt ihr sicher beim Lesen/Hören schon bemerkt- hier und da etwas überspitzt.

Nehmt´s einfach mit Humor.

Apropos Humor.

Hier sind die hässlichen Bilder, die bei jedem Shooting entstehen, die man aber keinem zeigt:

HAND AUFS HERZ UND                #OBENOHNE

Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich Dinge tun darf, die mir Spaß machen, Menschen um mich habe, die ich liebe und sorgenfrei sein kann.

Ich selbst versuche deutlich selbstbestimmter zu leben als früher, trotzdem bin ich gern eine Frau. Frau-Sein ist ein Geschenk, ein Lebensgefühl, ein gemeinschaftlicher Auftrag, die Männer in den Wahnsinn zu treiben 😀

Hauptsache wir vergessen bei all den (teilweise selbstgewählten) Anforderungen an die Damenwelt nicht das wichtigste: Uns selbst. Wie schön und einzigartig wir sind.

Deshalb hier mein  BACK TO BASICS – ohne Make-up, ohne gewollte Frisur, ohne irgendwas,

denn ja, ich kann noch ohne Maske. Können wir alle, Ladys.

Danke für´s Lesen/ Hören

und denkt immer dran: who run the world? GIRLS!

Eure Laura

Hier lese ich den Beitrag vor:

Klicken und hören (ihr hört dann über OneDrive, also alles sicher)

Vielen lieben Dank übrigens an meine tolle Fotografin von ONCE UPON A PICTURE ♥ Ich mag mich gern auf den Bildern und finde, du hast mich und die Grundstimung großartig einfangen können. Fühl dich noch einmal gedrückt.