ti amo sardegna

20181011_072919-01.jpegDie Nase Richtung Sonne

„Schatz, willst du deinen Geburtstag vielleicht am Strand feiern?“

Mit dieser Frage überraschte ich meinen Freund kurz vor seinem geplanten Urlaub. Ich konnte mir auch frei nehmen, organisierte (die beste) Hundebetreuung (der Welt) und begann, mich für alles zu interessieren, was nach Sonne und Meer klang.

Ich brachte viele Anforderungen mit und fand einfach kein „Komplett-Perfekt-Paket“. Meine Wünsche waren relativ klar ausgerichtet: Fischerdorf, hochwertige Unterbringung mit tollem Service, wenig Tourismus, ein Meer zum Verlieben, weiße Strände, überall regionale Küche drumherum, Spots zum Hinfahren und damit auch ein Mietauto, Vino everday, keine Parties, kein all-inclusive, kleiner Hotelpool, eigene Terasse/Balkon, Frühstück mit Meerblick, Sonne und Bikini-Wetter. Das Fischerdorf ist tatsächlich Maiks einziger richtiger Wunsch gewesen.

Nun bin ich halt ´ne Spa-Tante, die kleine, raffinierte Grüße aus der Küche liebt und kuschelige gerollte Handtüchlein zum Einmal-Nutzen in den Lobbytoiletten am liebsten überall einführen würde. Mein Freund hingegen ist eher Erlebnis – und Moment-orientiert und ich glaube, man kann ihn mit einem cremigen Cappuccino auf der Terasse eines hutzeligen Cafes mit guter Aussicht genau so happy machen, wie eben eine Strandliege mit eigenem Tischchen Verzückung in mir hervorruft.


 

Sag mal Sascha, kannst du zaubern?

Wenige Tage vor Urlaubsanbruch hatte ich noch immer nichts festes und wollte schließlich Last Last Minute buchen. Gar nicht meins. Ich liebe gut organisierte Sachen.

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Bei der Vorstellung meines Berufs auf einer exklusiven Veranstaltung („Ladies Night“) lernte ich Sascha Janus kennen, der dort nicht nur sauleckeren Wein anbot, sondern -mein Glück- Sardinien-Reisen verkaufte.

Ich hatte Sardinien (und Italien allgemein) überhaupt nicht auf dem Plan, ließ mich aber von den Bildern und Erzählungen der Gastgeberin, die frisch aus Sardinien kam, überzeugen. Also sprach ich mit Sascha ausgiebig über meine Wünsche und Preisvorstellungen und er fand tatsächlich den perfekten Ort, das perfekte Hotel und konnte auch sonst jeden Wunsch von meiner Liste abhaken.

Nun muss man wissen: er hatte nicht mal eine Woche Zeit, mir alles rauszusuchen, mit mir abzusprechen, mit Sardinien zu klären und überhaupt.

Wir flogen am 11.10.2018 morgens und kamen am 15.10.2018 nachts zurück.


Kneif mich mal, ich glaub, ich träume

Hier meine kleine Sardinien-Bildersammlung. Ich hoffe, eine Ahnung vom Vibe dieses traumhaft schönen Fleckchens Erde kann durch die Fotos transportiert werden.


Sardinien – immer wieder !

WO: Hotel Gabbiano Azzuro (4 Sterne) in Golfo Aranci

STANDORT: Unser Ort liegt an der wunderschönen „Smaragdküste“, welche durch ihr besonders schönes Meerwasser besticht. Kein Witz: der Sand glitzert. Du machst einen Step und ein kleiner Glitzeratompilz zerwirbelt das Meer. Unfassbar schön. Golfo Aranci ist ein kleiner, süßer Ort, durch den man easy durchspazieren kann. Das sollte man auch dringend tun. Wirklich schön. Schnuckelige Häfen, süße Souveniershops, kleine Lädchen und die leeeeckersten Restaurants!

NATUR: Abwechslungsreich! Neben -fast unecht aussehenden- Bilderbuchstränden sieht man viel, viel Grün. Pinienwälder: dichtwachsende, supergrüne Bäume mitten in den Bergen. Durch die Berge und Täler wird die Natur Sardiniens nie langwelig. Jede Fahrt haben wir genossen und unentwegt die Aussicht bewundert. Selbst die kleinsten Dörfer hatten ihren ganz eigenen Charme. Achja – und es gibt so gut wie keinen Müll. Es war überall wahnsinnig sauber.

TIERE: Es gibt weiße Spatzen in Sardinien, viele Eidechsen, viele Möwen, ein paar Kühe und Pferde auf weitläufigen, saftigen Weiden (ich war wirklich begeistert und hoffe, dass das wirklich dem allgemeinen Tierhaltungs-Bild Sardiniens entspricht. Fleisch kostet und das zurecht!), Hunde und Katzen. Viele Sarden haben winzige, sehr nervige, verwöhnte Hunde. Sowas freut mich immer ungemein. Außerdem wird sich gefühlt um alle Straßentiere gekümmert: immer frische Wassernäpfe und Futer vor den Restaurants und Häusern, alle waren lieb zu den Tieren und viele suchten gezielt den Kontakt und streichelten die Streuner ausgiebig. Tausende Pluspunkte!

ESSEN: Wer sich die Fotos genauer angesehen hat, wird feststellen: ich bin der Klischee- Pasta-Mensch. Pasta everyday und gern auch every night und überhaupt immer. Egal wo wir aßen, wir kamen aus dem Schwärmen nicht heraus. Ich hab mich dann doch zwei mal an andere Gerichte getraut (Spaß, ich hab mich überreden lassen. Ich hätte wirklich 24/7 Pasta gegessen, aber hätte damit so einiges verpasst, denn es schmeckte EINFACH ALLES!) und war von der Frische und geschmacklichen Treffsicherheit überwältigt. Schön ist, dass mein Freund sich genauso gern Zeit nimmt, wenns ums speisen geht. So zelebrierten wir jedes Mahl und streichelten uns danach immer zufrieden seufzend die Bäuche. Meeresfrüchte-Pasta jedenfalls kann ich jedem ans Herz legen, der Meer schmecken will.

SHOPS: Singende Sarden in kleinen onkeligen Supermärkten mit Backware, die süchtig macht und einer riesigen Weinauswahl (gar nicht so schlecht, wie sich herausstellte); Tabackläden, Souveniershops mit allem, was das Herz begehrt und Dingen, die niemand will, Wochenmärkte, Apotheken mit toller Kosmetikproduktvielfalt und gefühlt 700 Restaurants – alles in unserem kleinen Örtchen.

GOOD TO KNOW: Es gibt Mittagspausen. Das muss man sich merken, denn in dieser Zeit bekommt man wirklich nirgendwo etwas. Kein Essen, keine Waren, kein nichts. Wir frühstückten also zeitig, aßen bald darauf ausgiebig zu Mittag und überbrückten die Pausenzeit von 13/14- 19/20 Uhr mit kleinen gerösteten Brotsnacks (Yum!), Ortserkundungen und Strandbesuchen. Außerdem gut zu wissen: so gut wie alle Sardensprechen ausgezeichnet englisch und viele sogar deutsch. Verständigung also kein Problem.

MENSCHEN: Die Sarden wirkten alle fröhlich, entspannt und fleißig. Gastfreundlichkeit wird hier groß geschrieben. Beim Thema „Tourismus“ müssen mein Freund und ich wohl beide etwas schmunzeln, denn: es waren zwar wirklich nicht viele Touristen unterwegs, aber wenn, dann sprachen sie fast immer deutsch. Am dritten Tag saßen zwei Dresdner mit unverkennbar heimatlicher Mundart neben uns am Tisch. Wenn man`s einsam möchte, findet man aber auch genügend Spots.

DAHIN MUSS MAN: Olbia, Porto Cervo, Alghero

Olbia: da führt kein Weg dran vorbei, denn da ist der Flughafen. Wenn man den Stadtkern findet (nicht ganz einfach) erlebt man ein junges, lebendiges Sardinien mit vielen Shoppingspots und Restaurants aller Preiskategorien. Hier sah ich das erste Mal das mir bekannte „Straßen-Essen“: Familien/Freunde/Gruppen, die mindestens zu sechst an einem großen Tisch saßen und sich tausende kleine Speisen bestellten, stundenlang an der frischen Luft saßen und lautstark lachend aßen und sich unterhielten, wobei jeder Satz klang wie die allseits bekannte „Miracoli“-Werbung, in der „Enrico!“ zum Mittagessen nach Hause kommen soll.

Porto Cervo: Luxus, Luxus, Luxus. Wir waren geflasht, wir wollen unbedingt nochmal hin. Eine Yacht übertrumpft die nächste, die Gebäude verraten vermeintlich viel über ihre Bewohner und deren Kontostand und wir waren leider zu kurz dort.

Alghero: Italien trifft Spanien! Hier sind die Plätze groß, die Gotteshäuser prachtvoll und die Häuser spanisch-italienisch. Wir haben ein paar schöne Stunden in Alghero verbracht, wenn auch mitten in der Geschäftspause. Kann man sich ansehen, ist aber zei Stunden entfernt von Golfo Aranci.

FAZIT: Ich würde gleich morgen wieder hinfliegen, wenn sich die Gelegenheit böte und ganz sicher war das nicht unser letzter Besuch. Das war unsere erste Pärchen-Reise ins Ausland (waren bisher „nur“ in Deutschland unterwegs) und wir wollen gemeinsam natürlich noch sehr viel mehr sehen, aber den ersten Urlaub vergisst man nicht. Gott sei Dank. Und ich bin sicher, wir werden immer mal wieder Fernweh nach Sardinien bekommen.


Mein Sardinien-Reise-Spezialist: Foodosarda Viaggio, der liebe Sascha Janus ist dort mein Ansprechpartner. Außerdem verkauft er super leckeren Wein!

Hier geht´s zur Facebook-Seite  – schaut gern mal vorbei! 

Grazie, Sascha, es war traumhaft.