Jahresendschätze

2018 wird gespeichert.

In der Cloud, im Kopf und in massenhaft Handy-Alben sowieso. Dieser Vorgang kann einige Augenblicke dauern.

Das Update „2019 – neue Erfahrungen“ ploppt auf. Jetzt wird’s aber Zeit.

Wie würde ich meinen zusammenfassenden Jahres-Ordner nennen? Wie nennt man einen – in jeder Hinsicht- aufregenden Lebensabschnitt? Wahrscheinlich ganz einfallslos „Danke„.

Dankbar bin ich für so vieles.

Ich habe mich in diesem Jahr in eine Richtung entwickelt, die mir sehr zusagt. Jetzt heißt es dranzubleiben.

Meine persönlich gesteckten Ziele habe ich erreicht.

Meine einzigartigen Freunde schätze ich umso mehr, denn trotz weniger Zeit sind sie verständnisvoll und die gemeinsamen Momente vertraut wie immer. An dieser Stelle könnte ich ein Buch schreiben, aber darum geht’s bestimmt ein ander mal ausführlicher.

Ich habe quasi das ganze Jahr mit meinem Freund verbracht, wenn wir uns auch die ersten Monate nur getroffen, schließlich viel gedatet und dann ziemlich schnell verliebt haben. Verliebt bin ich noch immer, sicher bin ich mir auch. Ich hab einfach einen richtig guten Typen an meiner Seite.

Familiär könnte ich kaum besser aufgestellt sein: mein Nest besteht aus liebevollen, spirituellen, lustigen, ernsthaften, motivierten, erfolgreichen Menschen. Also ich bin stolz auf alle. Highlight: meine Uromi (1920 geboren) hat sich dermaßen gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt und ist durch unsere ständigen, regelmäßigen Besuche total aufgeblüht und die Demenz ist wirklich spürbar zurückgegangen. Eines meiner größten DANKESCHÖNs an dieser Stelle. Ich glaube wieder an Wunder.

Mein Hund war rückblickend die beste Investition und Entscheidung meines Lebens. Ich bin jeden Tag so happy, dass ich sie habe. Spätestens abends beobachte ich sie verliebt, wenn sie schläft, sich ankuschelt und müde vor sich hin schmatzt.

Jobmäßig hat sich auch einiges verändert dieses Jahr. Darüber schreibe ich mal gesondert. Mir war wichtig, etwas zu machen, das Menschen weiterbringt, hilft und sie vor bösen Erfahrungen schützt. Tja, das hab ich gefunden. 🙂

Charitymäßig war 2018 auch einiges los. Von kleinen Hilfsaktionen bishin zur Unterstützung großer Wohltätigkeitsverantstaltungen, ich war viel unterwegs und habe viele tolle Leute kennengelernt. Highlights: Hope – Gala (erste Bühnenerfahrung, hab den Award, die Lose, den Scheck übergeben) und das Obdachlosenweihnachtsessen (Essen ausgegeben, mit Kindern gespielt und geholfen, wo ich gebraucht wurde).

Selbstliebe war ein riesiges Thema dieses Jahr. Ich hab mich einigen Challenges gestellt, viel für mich und meinen Körper getan und gegessen, worauf ich Bock hatte. Ich fühle mich wohl in meiner Haut, ich bin auf dem richtigen Weg zur vollständigen Zufriedenheit. Ich bin meinem Körper dankbar fürs gesund werden und verzeihe ihm deshalb auch, dass er jede kleine Sünde sofort ansetzt und ungern wieder abgibt. Darf er. Ist okay. Hab ihn lang nicht gut behandelt. Ist also nur fair. Highlight mit mir selbst: ich habe zwei Berge bezwungen. Zwei Felschen. Waren nicht besonders hoch, 30 und 40 Meter glaub ich. Aber für Höhenangsthasen schon echt Überwindung.

Habe allgemein sehr viele Ängste überprüft und mich ihnen gestellt. Verrückt, was man einfach so „erbt“ oder anerzogen wird. Dinge, die ich überzeugt war, nicht zu mögen, weil das eben schon immer so war, mag ich jetzt. Lauch zum Beispiel. Eis, Berührungen im Gesicht, wandern, Zopf tragen, Röcke und vieles mehr. Nur Zwiebeln und ich, das klappt einfach nicht.

Bin jetzt schon zwei Jahre Mitglied im „No Meat“- Club. Mittlerweile hat sich dieses anfängliche Experiment so manifestiert, ist so stark gewachsen, dass ich nun allgemein viel bewusster einkaufe, auf Herstellung achte, Verpackungen hinterfrage, Hypes anzweifle, Lösungen für Massensterben suche und mein Umfeld ein bisschen mit Nachhaltigkeitsdenken anstecken kann. Ich bin kein Anti-Fleisch-Nazi, aber Verschwendung ist mir schon ein Dorn im Auge. Ich kann auf jeden Fall sagen: ohne Steak und Wurst geht’s mir prima. Ich vermisse nichts.

Ich habe 2018 viel Nein gesagt, aber noch öfter Ja. Viel Nein war aber nötig, denn ich musste lernen, an mich selbst zu denken. Was nicht gut tut, hab ich nicht gemacht. Selten hab ich mich überreden lassen. So schnell ändert man sein Wesen dann eben doch nicht. Und viel Ja sagen ist sinnvoll, gerade zu Chancen.

Danke, Universum. So läuft das doch. Gutes tun, gut sein, so sehr man kann, und Gutes dafür erhalten. Ich bin mehr als zufrieden mit meinen Jahresendschätzen.

Meine Vorsätze schreibe ich die Tage auf, um sie mir an die Tür zu hängen. Ich habe eher so kleine Erinnerungen, wie ich aus jedem Tag und meinem gesamten Leben das Beste herausholen kann. Vielleicht teile ich die noch mit euch.:)


Und jetzt : 2019!

Frohes, neues Jahr, ich wünsch euch allen das Beste ❤

Eure Laura